Psilocybin-Syndrom

Pilzgifte sind Psilocybin und Psilocin.
Hierbei geht es um Vergiftungen mit Drogenpilzen.

Die Psilocybin-Vergiftung ist eine Vergiftung mit kurzer Latenzzeit. Die ersten Symptome zeigen sich bereits Minuten bis 4 Stunden nach der Pilzmahlzeit und äußern sich unter anderem mit Benommenheit, Schwindel, Verlust des Zeitgefühls, Rauschzuständen, Unruhe, sowie mit plastischen zweidimensionalen nichtgegenständlichen Halluzinationen. Die psychischen Symptome reichen von Angst bis Glücksgefühl.
Der Rauschzustand kann in ein Delirium oder in eine Bewustlosigkeit übergehen.

Bei Missbrauch kann es zu einer dauerhaften Psychose kommen!
Vom Genuss psilocybinhaltiger Pilze ist daher dringend abzuraten!

Nach Flammer/Horak ("Giftpilze-Pilzgifte", 2003) sind am Psilocybin-Syndrom unter anderen folgende Pilzarten beteiligt:

Psilocybe semilanceata - Spitzkegeliger Kahlkopf
Psilocybe cubensis - Kubanischer Kahlkopf, und weitere Kahlkopf-Arten
Panaeolus cinctulus - Dunkelrandiger Düngerling und weitere Düngerlings-Arten
Inocybe aeruginascens - Grünverfärbender Risspilz
Inocybe corydalina - Grünbuckliger Risspilz
Inocybe haemacta - Grünroter Risspilz
Inocybe tricolor - Dreifarbiger Risspilz
Gymnopilus spectabilis - Ansehnlicher Flämmling und weitere Flämmlings-Arten
Pluteus salicinus - Graugrüner Dachpilz
Galerina steglichii - Psilocybin-Häubling

Sehr viele Inocybe-Arten enthalten Muscarin oder werden verdächtigt, dieses Gift in einer mehr oder weniger hohen Konzentration zu enthalten. Bei den oben angeführten Inocybe-Arten kommt Psilocybin dazu. Unter den Galerina-Arten gibt es zahlreiche tödlich giftige Arten, die Amanitin enthalten. Vor dem Genuss von Pilzen aus diesen Gattungen sei allein aus diesem Grunde schon gewarnt.

Das Psilocybin-Syndrom ist bei Flammer/Horak ausführlich beschrieben. Ich habe hier verkürzt gesagt, was ich im besagten Buch gelesen bzw. bei Vorträgen über das Psilocybin-Syndrom gehört und behalten habe.